Kirk Douglas

Kirk Douglas
eigentlich Issur Danielowitsch Demsky (* 9. Dezember 1916)

Kirk DouglasIssur Danielovitch, der Sohn bettelarmer jüdisch-russischer Einwanderer, muss das Geld für Schule und College sehr mühsam verdienen. Später ist er Hausmeister und Ringer, um seine Schauspielausbildung zu verdienen und beim ersten Bühnenauftritt nennt er sich stolz Kirk Douglas. Die harte Jugend und das zähe Bemühen, das zu Überwinden, schlägt sich häufig in den Rollen nieder.

Als Alkoholiker-Ehemann von Barbara Stanwyck debütiert er 1946 in dem Film "Die seltsame Liebe der Martha Ivers" von Regisseur Lewis Milestone, eine Oscar-Nominierung bringt ihm Mark Robsons "Zwischen Frauen und Seilen" ein. Hier spielt er einen Typ, dem man in seiner Karriere häufiger begegnet: einen Boxer, der es schwer hat, sich im (Über-)Lebenskampf zu bewähren. Das macht oft hart, ungerecht wie sein Sensationsreporter Charles Tatum in Billy Wilders "Reporter des Satans" (1951), der Kriminalbeamte in William Wylers "Polizeirevier 21", der Filmproduzent in Vincente Minnellis "Stadt der Illusionen" (1952) oder der Cowboy, der den Stacheldraht haßt in King Vidors "Mit stahlharter Faust". Noch stärker ist Douglas, wenn in den Rollen das Harte neben dem Zarten steht, wie in "Der weite Himmel" (auch: "Das Geheimnis der Indianerin") bei Howard Hawks oder in Stanley Kubricks "Wege zum Ruhm" (1957).

Kirk Douglas ist immer wieder der einsame, verbissene Kämpfer gegen das Unrecht, er ist Odysseus, Wikinger und Doc Holliday, Spartakus und Van Gogh, aber auch ein eiskalter New Yorker Mafiaboß in Martin Ritts "Auftrag Mord". 1995 hat ihm die amerikanische Filmakademie den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk verliehen - es war der erste Oscar, für den er nur dreimal nominiert war - vor allem wohl deshalb, weil seine Filme und Rollen selten dem gewünschten Amerikaner-Bild entsprachen. Außer in seinem "Gastauftritt" in einem der letzten Asterix-Bände "Obelix auf Kreuzfahrt", wo es vorweg heißt: "Zu Ehren des großen Schauspielers Kirk Douglas". Eine Ehre, die seinem Sohn Michael Douglas sicher nicht mehr zuteil werden wird.

2001 ehrten ihn die Berliner Filmfestspiele mit dem Ehrenbären für sein Lebenswerk.


Filme

  • Goldenes Gift (1947)
  • Ein Brief an drei Frauen (1949)
  • Zwischen Frauen und Seilen (1949)
  • Die Glasmenagerie (1950)
  • Reporter des Satans (1951)
  • Polizeirevier 21 (1951)
  • Stadt der Illusionen (1953)
  • Vincent van Gogh - Ein Leben in Leidenschaft (1956)
  • Wege zum Ruhm (1957)
  • Die Wikinger (1958)
  • Der letzte Zug von Gun Hill (1959)
  • Spartacus (1960)
  • Der letzte Countdown (1979)